Campo Santo – der Heilige Acker auf dem Westfriedhof

Bei der Eröffnung des neuen katholischen Friedhofs an der Vaalser Straße vor fast 120 Jahren lag dieser weitab vor den Toren der Stadt. Entlang der Wege gab es die Wahlgräber, in den Flurbereichen die günstigeren Reihengräber. Für besonders gut situierte Familien, die auf Beisetzungen in gemauerten Grüften nicht verzichten wollten, wurde ein besonderes Gebäude gebaut, in dem sich die Grabkammern unter dem Boden der Hallen befinden. Während neogotische Formen das äußere Erscheinungsbild bestimmen, sind Teile der Gewölbe und die Wandnischen mit reichen Grabdenkmälern in angedeuteten Jugendstilformen geschmückt. Der „Campo Santo“ ist mehr als ein Denkmal: Relikt einer längst vergangenen Epoche, in der es üblich war, dass man sich die Erinnerung an die verstorbenen Lieben viel Geld kosten ließ.

Treffpunkt: Westfriedhof vor dem Eingang am Parkplatz beim Blumengeschäft

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Aachener Stadtviertel – vom Kölntor bis zum Blücherplatz

Der einstige Kölnsteinweg, die heutige Jülicher Straße, gehört zu den längsten Straßen von Aachen. Rechts und links ließen sich die großen Unternehmen nieder, vor allem die weniger feinen mit qualmenden Schornsteinen. Ihren Ausgang nahm die Straße am Hansemannplatz. Hier stand eines der großen und wichtigen Aachener Stadttore, das Kölntor. Hohe Wohnhäuser säumen auch heute noch die Straßenränder. Viele der kleinen Läden in den Erdgeschossen stehen heute leer. Zu ihrer Blütezeit konnte man hier Zigaretten, Fleisch, Brötchen und Milch kaufen, also alles, was man für Grundversorgung mit Nahrungsmitteln brauchte. Um 1900 gab es an keiner anderen Straße mehr Kneipen und Bierlokale, in denen die Fabrikarbeiter einkehrten oder sich schnell im Vorbeigehen an einem der Straßenausschänke bedienen ließen.

Treffpunkt: Hansemanndenkmal, Anfang der Monheimsallee

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Eduard Linse und sein Wirken für Aachen

Trotz seines kurzen Arbeitslebens hat Eduard Linse, der 1902 im Alter von 54 Jahren verstarb, eine große Zahl von Bauwerken entworfen und gebaut. Bis heute beeindruckt das von einem Fabrikanten namens Cassalette in Auftrag gegebene Stadtpalais an der Wilhelmstraße, heute das Suermondt-Ludwig-Museum, sowohl mit der Fassade als auch mit den Räumen. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren seiner Arbeiten. Allein im Frankenberger Viertel existieren heute noch sechs realisierte Bauten des jungen Baumeisters. Eduard Linse, der eine Reihe von Vorlesungen an der neuen TH in Aachen gehört hatte, machte sich schon bald einen Namen, der ihm die Bauleitung für die Jakobskirche, den Auftrag für das Bankhaus Suermondt oder das Burtscheider Kurhaus einbrachte.

Treffpunkt: Burtscheid, Dammstraße, vor den Parkterrassen

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Spuren des Nationalsozialismus in Aachen

Ein dialogischer Rundgang durch die Innenstadt lädt ein, die Geschichte der Stadt während des Nationalsozialismus kennenzulernen. Es wird thematisiert, wie Aachen in das NS-System eingebunden war und wo die Erinnerung an diese Zeit heute noch sichtbar ist. Es wird beleuchtet, wer in Aachen die antisemitische und rassistische Gewalt des Regimes ausführte, wer von ihr profitierte, wer ihr zum Opfer fiel und wer Widerstand leistete. Der Rundgang richtet sich sowohl an diejenigen, die schon über Kenntnisse verfügen, als auch an alle, die sich zum ersten Mal mit der NS-Geschichte Aachens beschäftigen. Es besteht Raum für Austausch und Nachdenken über Verantwortung, Erinnerung und die Bedeutung des historischen Lernens in der Gegenwart.

Treffpunkt: Karlsbrunnen auf dem Marktplatz

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Stolpersteine in Aachen

Auch mehr als 85 Jahre nach der Pogromnacht 1938 lassen sich, beim genauen Hinschauen, noch Spuren entdecken. Häuser und Straßen, Fabriken und nicht zuletzt die Stolpersteine erinnern an Menschen, die hier einst gelebt haben und sich als Aachener*innen gefühlt haben. Mitten in der Innenstadt, vor Geschäfts- und privaten Wohnhäusern finden sich seit 2008 zahlreiche Stolpersteine, die zur Erinnerung an Jüdinnen und Juden verlegt worden sind, die Opfer der Shoah geworden sind. Einigen Biografien wird auf diesem Rundgang gemeinsam nachgegangen.

Treffpunkt: Bärenstraße/Königstraße

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Aachener Industriegeschichte anhand von historischen Bachverläufen

Aachens Geschichte ist nicht nur mit dem heißen Wasser, den Thermalquellen, sondern auch sehr intensiv mit dem kalten, fließenden Wasser verbunden. Ohne diese Gewässer wäre die Grundlage für eine mittelalterliche Industrielandschaft nicht gegeben gewesen, die erst eine größere Ansiedlung von Menschen ermöglichte und zum Wohlstand führte. Der Rundgang folgt den Spuren dieser Zeit im Aachener Stadtbild anhand von Bauwerken, Straßennamen und anderen Überbleibseln, und führt entlang der ehemaligen und heutigen Bachverläufe. Willkommen bei einer Zeitreise in ein von Handwerk und Industrie geprägtes Stadtbild Aachens!

Treffpunkt: Lindenplatz

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Va der Maat noeh der Bend: Öcher Geschichten im 19. Jahrhundert

Bei diesem Stadtspaziergang vom Fischmarkt bis zum Pontdriesch tragen die beiden Vorstandsmitglieder des Vereins „Öcher Platt“ Auszüge aus literarischen Mundarttexten vor. Zudem vermitteln sie zahlreiche, wenig bekannte historische Fakten auf Hochdeutsch. Typische Aachener Ausdrücke werden ebenfalls vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Orten des Markt- und Jahrmarktgeschehens und der Unterhaltung im 19. Jahrhundert. Die Führung richtet sich an alle, die das Öcher Platt, die Aachener Mundart, näher kennenlernen wollen oder bereits lieben. Genauso sind diejenigen angesprochen, die sich für Aachen in früheren Zeiten interessieren.
Angelika Pauels, ehemalige stellvertretende Archivleitung im Stadtarchiv Aachen, ist Schriftführerin und Claire Müller ist Schatzmeisterin beim Verein Öcher Platt.

In Kooperation mit dem Verein Öcher Platt e.V.
Keine Vorkenntnisse erforderlich.

Treffpunkt: Fischpüddelchen-Brunnen am Fischmarkt

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Der Aachener Kaiserplatz im Wandel der Zeiten

Der Kaiserplatz und das Kloster St. Adalbert lagen einst am Rande der Stadt. Das Adalbertstor der zweiten Stadtmauer ermöglichte den Weg zu hier liegenden Äckern und Gärten, doch waren die Mauern hinderlich für die wachsende Stadt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden stattdessen Promenaden angelegt. Daraus wurden die Heinrichsallee und die Wilhelmstraße, die ursprünglich gebaut wurden, um Burtscheid bequem zu erreichen. Hier wohnten nicht nur die Wohlhabenden, sondern es standen hier auch ihre Fabriken. Das Quartier hat sich enorm gewandelt, nicht erst durch die Kriegszerstörungen, den Wiederaufbau und Aquis Plaza.

Treffpunkt: Denkmal Friedrichs III., Kaiserplatz

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Der jüdische Friedhof in Aachen

Der jüdische Friedhof an der Lütticher Straße entstand nach 1822. Im Laufe der Zeit hat sich das Erscheinungsbild der Grabstätten gewandelt. Manche sind ein Beleg dafür, dass es um die Jahrhundertwende eine Epoche der Anpassung an christliche Gebräuche gab. Neben den kunsthistorischen Aspekten werden Biografien von Menschen beleuchtet, die das öffentliche Leben Aachens als Fabrikanten, Bibliothekare, Stadtverordnete oder Kunstgewerbler*innen geprägt haben. Männer tragen bitte eine Kopfbedeckung.

Treffpunkt: Bushaltestelle „Jüdischer Friedhof“ an Lütticher Str.

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Der jüdische Friedhof in Aachen

Der jüdische Friedhof an der Lütticher Straße entstand nach 1822. Im Laufe der Zeit hat sich das Erscheinungsbild der Grabstätten gewandelt. Manche sind ein Beleg dafür, dass es um die Jahrhundertwende eine Epoche der Anpassung an christliche Gebräuche gab. Neben den kunsthistorischen Aspekten werden Biografien von Menschen beleuchtet, die das öffentliche Leben Aachens als Fabrikanten, Bibliothekare, Stadtverordnete oder Kunstgewerbler*innen geprägt haben. Männer tragen bitte eine Kopfbedeckung.

Treffpunkt: Bushaltestelle „Jüdischer Friedhof“ an Lütticher Str.

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Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

vhs Aachen