Spuren des Nationalsozialismus in Aachen

Ein dialogischer Rundgang durch die Innenstadt lädt ein, die Geschichte der Stadt während des Nationalsozialismus kennenzulernen. Es wird thematisiert, wie Aachen in das NS-System eingebunden war und wo die Erinnerung an diese Zeit heute noch sichtbar ist. Es wird beleuchtet, wer in Aachen die antisemitische und rassistische Gewalt des Regimes ausführte, wer von ihr profitierte, wer ihr zum Opfer fiel und wer Widerstand leistete. Der Rundgang richtet sich sowohl an diejenigen, die schon über Kenntnisse verfügen, als auch an alle, die sich zum ersten Mal mit der NS-Geschichte Aachens beschäftigen. Es besteht Raum für Austausch und Nachdenken über Verantwortung, Erinnerung und die Bedeutung des historischen Lernens in der Gegenwart.

Treffpunkt: Karlsbrunnen auf dem Marktplatz

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04468

Stolpersteine in Aachen

Auch mehr als 85 Jahre nach der Pogromnacht 1938 lassen sich, beim genauen Hinschauen, noch Spuren entdecken. Häuser und Straßen, Fabriken und nicht zuletzt die Stolpersteine erinnern an Menschen, die hier einst gelebt haben und sich als Aachener*innen gefühlt haben. Mitten in der Innenstadt, vor Geschäfts- und privaten Wohnhäusern finden sich seit 2008 zahlreiche Stolpersteine, die zur Erinnerung an Jüdinnen und Juden verlegt worden sind, die Opfer der Shoah geworden sind. Einigen Biografien wird auf diesem Rundgang gemeinsam nachgegangen.

Treffpunkt: Bärenstraße/Königstraße

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04463

Der jüdische Friedhof in Aachen

Der jüdische Friedhof an der Lütticher Straße entstand nach 1822. Im Laufe der Zeit hat sich das Erscheinungsbild der Grabstätten gewandelt. Manche sind ein Beleg dafür, dass es um die Jahrhundertwende eine Epoche der Anpassung an christliche Gebräuche gab. Neben den kunsthistorischen Aspekten werden Biografien von Menschen beleuchtet, die das öffentliche Leben Aachens als Fabrikanten, Bibliothekare, Stadtverordnete oder Kunstgewerbler*innen geprägt haben. Männer tragen bitte eine Kopfbedeckung.

Treffpunkt: Bushaltestelle „Jüdischer Friedhof“ an Lütticher Str.

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04462

Der jüdische Friedhof in Aachen

Der jüdische Friedhof an der Lütticher Straße entstand nach 1822. Im Laufe der Zeit hat sich das Erscheinungsbild der Grabstätten gewandelt. Manche sind ein Beleg dafür, dass es um die Jahrhundertwende eine Epoche der Anpassung an christliche Gebräuche gab. Neben den kunsthistorischen Aspekten werden Biografien von Menschen beleuchtet, die das öffentliche Leben Aachens als Fabrikanten, Bibliothekare, Stadtverordnete oder Kunstgewerbler*innen geprägt haben. Männer tragen bitte eine Kopfbedeckung.

Treffpunkt: Bushaltestelle „Jüdischer Friedhof“ an Lütticher Str.

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04460

Wege gegen das Vergessen. Vom Rathaus bis zum Bergdriesch

Die Wege gegen das Vergessen gehen auf ein Projekt der Volkshochschule Aachen zurück, in dem sich Bürger*innen in den 1990er Jahren für ein dezentrales Mahnmal zur NS-Zeit in Aachen eingesetzt haben. Schon von Beginn an sollten nicht nur Gedenktafeln formuliert, sondern auch bei Rundgängen vertiefende Inhalte dazu angeboten werden. Da nicht alle 43 Tafeln bei einem Rundgang behandelt werden können, sollen heute die Tafeln vom Markt bis zur ehemaligen jüdischen Volksschule am Bergdriesch das Thema sein. Angesprochen werden Machtübergabe, Zwangsenteignungen, Jugend im Nationalsozialismus und die Kriegszeit in Aachen.

Treffpunkt: Markt, vor dem Rathaus

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04456

Waldfriedhof

Der Waldfriedhof ist der jüngste der historischen Friedhöfe Aachens. Er wurde in den späten 1920er-Jahren als Begräbnisstätte angelegt. Seine Entstehungsgeschichte geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Dort, weit vor den Toren der Stadt, wurden die an Cholera Verstorbenen beigesetzt. Später baute man das Denkmal für Otto von Bismarck. In seinem Schatten fanden die Opfer aus den beiden Weltkriegen ihre letzte Ruhe. Findlinge, steinerne Urnen und Wandgrabmale erinnern an Künstler wie von Brandis und Stiewi, an Politiker wie Albert Maas oder an Architekten wie Hans Mehrtens.

Treffpunkt: Monschauer Straße, Haupteingang am Parkplatz

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-10495

„… und draußen der Krieg“ – Bunker in Aachen Erinnerungskultur aus Beton

Der Rundgang führt zu erhaltenen und verschwundenen Weltkriegsbunkern in der Aachener Innenstadt: Einige sind sichtbar und bekannt, andere werden kaum mehr wahrgenommen. Wieder andere sind mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden. Bei dem Rundgang werden die Ereignisse und Begebenheiten direkt vor Ort nachgezeichnet – während des Krieges, aber auch davor und danach. Dabei wird deutlich: Die Bunker waren für die Aachener*innen sowohl Lebensretter als auch Wohnraum und gefährlicher Spielplatz.

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Treffpunkt: Hansemann-Denkmal am Hansemannplatz

https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04454

 

Tuchfabriken im Frankenberger Viertel – Industrie- und Verfolgungsgeschichte vor Ort

Der Rundgang erschließt Orte der Tuchindustrie im Frankenberger Viertel und zeigt ihre Rolle in der Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. An ehemaligen Fabrikstandorten und Wohnhäusern werden Produktionsweisen, Unternehmensstrukturen und Arbeitswelten rekonstruiert. Der Fokus liegt auf den Tuchbetrieben jüdischer Eigentümer*innen sowie auf den Maßnahmen der Ausgrenzung, Verfolgung und Zwangsenteignung in der NS-Zeit. Der Rundgang basiert auf lokalhistorischen Forschungen von Andreas Lorenz und seinem Buch „Arisierung und Wiedergutmachung: Ein Beitrag zur Geschichte der jüdischen Tuchfabrikanten Aachens“ von 2023.

Ein Angebot zum Tag des offenen Denkmals® 2026

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Treffpunkt: Kurbrunnenstr./Bachstr.

https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-04451

Ein europäisches Zwischenspiel – Neutral-Moresnet

Das Dreiländereck kennt jede*r. Kaum präsent in der regionalen Erinnerungskultur ist allerdings die Zeit, als Postkartengrüße vom Vierländereck versandt wurden. Moment mal, Vierländereck? Tatsächlich prägte ein heute fast vergessenes Kuriosum namens Neutral-Moresnet gut 100 Jahre lang die Lebenswirklichkeit in der Region. Der informative Rundgang führt entlang der erhaltenen Grenzsteine des verschwundenen Bergbau-Ländchens. Unterwegs wird das Gebiet Neutral-Moresnet durch Anekdoten, Bilder und Erinnerungen noch einmal lebendig.

Treffpunkt: am Dreiländereck (Nähe Boudewijn-Turm)

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https://www.vhs-aachen.de/index.php?id=107&kathaupt=11&knr=262-01235

Synagogen in Polen und der Ukraine. Fotografien von Marc Sagnol

Marc Sagnol zeigt Ergebnisse seiner Reisen auf der Suche nach Spuren jüdischer Kultur und Architektur, insbesondere von ehemaligen Synagogen. Seine Reisen nach Polen reichen in die 1980er Jahre zurück, seine Reisen in die Ukraine in die 1990er Jahre. Heutzutage sind es oft Ruinen, die man nur mit Nostalgie betrachten kann. Sie zeugen von der hohen Kultur, die die Juden in diesem Teil Europas entwickeln konnten, als sie im 17. Jahrhundert von toleranten polnischen Königen gut aufgenommen wurden. Sie zeugen aber auch von der Zerstörung im 2. Weltkrieg durch die Shoah, nach der diese hohe Zivilisation unwiederbringlich verloren gegangen ist.

Marc Sagnol, geb. 1956, Philosoph, Schriftsteller, Fotograf, Filmregisseur, hat Bücher über Walter und Essays über Franz Kafka, Bruno Schulz, Paul Celan und Mittel- und Osteuropa publiziert.

Eröffnung am 24. April mit einem Vortrag von Marc Sagnol.

kostenfrei

Foyer, 2. Etage

Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

vhs Aachen