Der Fels am Kaiserplatz – Kirche und Kirchenschatz von St. Adalbert

Auf einem Felsen aus rotem Sandstein erbaut, erhebt sich weithin sichtbar die Propsteikirche St. Adalbert. Die zweitälteste Kirche Aachens im neuromanischen Stil wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und anschließend vollständig wiederaufgebaut. Thomas Richter lässt bei einem Rundgang durch die Kirche die mehr als tausendjährige Geschichte von St. Adalbert wiederaufleben. Exklusiv im Rahmen dieser Führung wird die Reliquien- und Schatzkammer geöffnet, die unter anderem Reliquien des Namensgebers, des heiligen Adalberts, enthält.
Dr. Thomas Richter ist Kirchenhistoriker und Gemeinderat von St. Adalbert.

Treffpunkt: Adalbertstift, vor dem Eingang der Kirche

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Kultur & Stadt: Franz Marc erleben – Kunst, Farben und Architektur in Düsseldorf

Franz Marc (1880–1916) war Gründungsmitglied des Blauen Reiters. Seine expressionistischen Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen ziehen die Betrachter*innen in ihren Bann. Sie stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur. Bereits während der Busfahrt gibt die Dozentin eine Einführung in die Zeit des Expressionismus.
An den Ausstellungsbesuch „Franz Marc-Die Suche nach einer besseren Welt“ im K20 schließt sich ein Rundgang durch die Düsseldorfer Altstadt an. Zwischen Kö und Rhein lassen sich architektonische Besonderheiten entdecken: die Architektur der späten Moderne, der Brutalismus der 1960er Jahre, ein expressionistisches Hochhaus, die Oper, der Kaufhof von J.M. Olbrich in Reformarchitektur bis zum Kö-Bogen von Daniel Libeskind.
In Kooperation mit der vhs Eschweiler

Abfahrt: Peterskirchhof

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Die Bischofskirche von Ostia

Die Bischofskirche von Ostia, der Hafenstadt Roms, wurde von Konstantin dem Großen kurz nach der Legalisierung des Christentums gestiftet. Damit gehört sie zu den ältesten Kirchen überhaupt. Im Gegensatz zu den meisten anderen konstantinischen Kirchenstiftungen ist diese Bischofskirche nie nachträglich überbaut worden, sodass hier – einmalig für den Beginn der christlichen Sakralarchitektur – Aussehen und Gestaltung einer Kirche aus der Zeit zwischen 320 und 330 freigelegt werden können.
Seit 2023 wird die Anlage von den Universitäten Bonn und Köln gemeinsam mit dem Deutschen Archäologischen Institut in Rom und in Kooperation mit der römischen Universität La Sapienza ausgegraben.
Sabine Feist lehrt Christliche Archäologie an der Universität Bonn.

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Campo Santo – der Heilige Acker auf dem Westfriedhof

Bei der Eröffnung des neuen katholischen Friedhofs an der Vaalser Straße vor fast 120 Jahren lag dieser weitab vor den Toren der Stadt. Entlang der Wege gab es die Wahlgräber, in den Flurbereichen die günstigeren Reihengräber. Für besonders gut situierte Familien, die auf Beisetzungen in gemauerten Grüften nicht verzichten wollten, wurde ein besonderes Gebäude gebaut, in dem sich die Grabkammern unter dem Boden der Hallen befinden. Während neogotische Formen das äußere Erscheinungsbild bestimmen, sind Teile der Gewölbe und die Wandnischen mit reichen Grabdenkmälern in angedeuteten Jugendstilformen geschmückt. Der „Campo Santo“ ist mehr als ein Denkmal: Relikt einer längst vergangenen Epoche, in der es üblich war, dass man sich die Erinnerung an die verstorbenen Lieben viel Geld kosten ließ.

Treffpunkt: Westfriedhof vor dem Eingang am Parkplatz beim Blumengeschäft

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Aachener Stadtviertel – vom Kölntor bis zum Blücherplatz

Der einstige Kölnsteinweg, die heutige Jülicher Straße, gehört zu den längsten Straßen von Aachen. Rechts und links ließen sich die großen Unternehmen nieder, vor allem die weniger feinen mit qualmenden Schornsteinen. Ihren Ausgang nahm die Straße am Hansemannplatz. Hier stand eines der großen und wichtigen Aachener Stadttore, das Kölntor. Hohe Wohnhäuser säumen auch heute noch die Straßenränder. Viele der kleinen Läden in den Erdgeschossen stehen heute leer. Zu ihrer Blütezeit konnte man hier Zigaretten, Fleisch, Brötchen und Milch kaufen, also alles, was man für Grundversorgung mit Nahrungsmitteln brauchte. Um 1900 gab es an keiner anderen Straße mehr Kneipen und Bierlokale, in denen die Fabrikarbeiter einkehrten oder sich schnell im Vorbeigehen an einem der Straßenausschänke bedienen ließen.

Treffpunkt: Hansemanndenkmal, Anfang der Monheimsallee

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Eduard Linse und sein Wirken für Aachen

Trotz seines kurzen Arbeitslebens hat Eduard Linse, der 1902 im Alter von 54 Jahren verstarb, eine große Zahl von Bauwerken entworfen und gebaut. Bis heute beeindruckt das von einem Fabrikanten namens Cassalette in Auftrag gegebene Stadtpalais an der Wilhelmstraße, heute das Suermondt-Ludwig-Museum, sowohl mit der Fassade als auch mit den Räumen. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren seiner Arbeiten. Allein im Frankenberger Viertel existieren heute noch sechs realisierte Bauten des jungen Baumeisters. Eduard Linse, der eine Reihe von Vorlesungen an der neuen TH in Aachen gehört hatte, machte sich schon bald einen Namen, der ihm die Bauleitung für die Jakobskirche, den Auftrag für das Bankhaus Suermondt oder das Burtscheider Kurhaus einbrachte.

Treffpunkt: Burtscheid, Dammstraße, vor den Parkterrassen

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Die Neue Synagoge in Aachen

Die Neue Synagoge in Aachen ist das Gotteshaus und Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde am Synagogenplatz. Sie wurde 1995 nach Plänen des Architekten Alfred Jacoby neu an dem Ort errichtet, an dem die Alte Synagoge 1938 während der Novemberpogrome von den Nationalsozialisten zerstört wurde. Bei dieser Führung lernen die Teilnehmenden das Innere der Neuen Synagoge Aachen kennen und bekommen einen Einblick in die jüdischen Bräuche und Traditionen.

Synagogenplatz, Synagoge

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Versunkene Welten: Ruinenstädte in der Antike von Troja bis Pompeji

Heutzutage spazieren Millionen von Besucher*innen voll Bewunderung durch antike Ruinenstädte. Nostalgie und romantische Wehmut angesichts des Untergangs der alten Kulturen sind jedoch moderne Phänomene. Im Altertum wurde mit den zahlreichen zerstörten Städten, die schon damals im Mittelmeerraum allgegenwärtig waren, wesentlich pragmatischer umgegangen: Ruinen hatten nichts Positives an sich, sie wurden entweder beseitigt oder schlichtweg ignoriert. Martin Zimmermann zeigt in diesem Vortrag, wie die Menschen in der Antike selbst auf bedeutende Stätten wie Troja, Mykene, Ninive und Pompeji geblickt haben.
In Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung
Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Gotik und Grafenmacht. Schloss Burg und Altenberg im Bergischen Land

Diese Studienfahrt führt zu zwei prägenden Orten des Bergischen Landes. Am Vormittag geht es hinauf zu Schloss Burg, der einstigen Residenz der Grafen von Berg. Die Führung durch die historistische Wiederaufbauarchitektur eröffnet einen lebendigen Blick auf mittelalterliche Herrschaftsformen, höfische Kultur und die Geschichtsbilder des 19. Jahrhunderts. Nach einer Mittagspause im Umfeld des Altenberger Doms liegt der Fokus auf dessen hochgotischer Architektur und seinem berühmten Westfenster. Dort wird die geistliche und kulturelle Bedeutung der ehemaligen Zisterzienserabtei eindrucksvoll sichtbar. Eine fachkundige Führung erschließt die Geschichte des Klosters als religiöses, wirtschaftliches und politisches Zentrum der Region.

Abfahrt: Peterskirchhof

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Der Aachener Kaiserplatz im Wandel der Zeiten

Der Kaiserplatz und das Kloster St. Adalbert lagen einst am Rande der Stadt. Das Adalbertstor der zweiten Stadtmauer ermöglichte den Weg zu hier liegenden Äckern und Gärten, doch waren die Mauern hinderlich für die wachsende Stadt. Anfang des 19. Jahrhunderts wurden stattdessen Promenaden angelegt. Daraus wurden die Heinrichsallee und die Wilhelmstraße, die ursprünglich gebaut wurden, um Burtscheid bequem zu erreichen. Hier wohnten nicht nur die Wohlhabenden, sondern es standen hier auch ihre Fabriken. Das Quartier hat sich enorm gewandelt, nicht erst durch die Kriegszerstörungen, den Wiederaufbau und Aquis Plaza.

Treffpunkt: Denkmal Friedrichs III., Kaiserplatz

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Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

vhs Aachen