Thingstätten – Die Bedeutung der Vergangenheit
Zwischen 1933 und 1936 wurden die sogenannten »Thingstätten« als propagandistische Freilichtbühnen und Versammlungsplätze des Nationalsozialismus erbaut. 400 waren geplant, etwa 60 wurden errichtet. Viele dieser bis heute kaum bekannten Orte sind aktuell noch in Deutschland, Polen und Russland auffindbar.
In der Nähe von Aachen gibt es Reste von Thingstätten im Brückenkopfpark in Jülich und in der Anlage der ehemaligen Ordensburg Vogelsang.
In Form einer interdisziplinären Recherche und einer daraus resultierenden Publikation ermöglichen die Werke von 23 internationalen Künstlern und Künstlerinnen sowie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen eine pluralistische Auseinandersetzung mit der außergewöhnlichen Geschichte der »Thingstätten« sowie ihrer Bedeutung für die Gegenwart.
Heute, fünf Jahre nach Erscheinen der zweiten Auflage des preisgekrönten Buches ist es Zeit, eine neue Bestandsaufnahme zu machen. Dazu haben wir die Initiatorin und Herausgeberin Katharina Bosse eingeladen uns von ihren Erfahrungen zu berichten.