Thingstätten – Die Bedeutung der Vergangenheit

Zwischen 1933 und 1936 wurden die sogenannten »Thingstätten« als propagandistische Freilichtbühnen und Versammlungsplätze des Nationalsozialismus erbaut. 400 waren geplant, etwa 60 wurden errichtet. Viele dieser bis heute kaum bekannten Orte sind aktuell noch in Deutschland, Polen und Russland auffindbar.

In der Nähe von Aachen gibt es Reste von Thingstätten im Brückenkopfpark in Jülich und in der Anlage der ehemaligen Ordensburg Vogelsang.

In Form einer interdisziplinären Recherche und einer daraus resultierenden  Publikation ermöglichen die Werke von 23 internationalen Künstlern und Künstlerinnen sowie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen eine pluralistische Auseinandersetzung mit der außergewöhnlichen Geschichte der »Thingstätten« sowie ihrer Bedeutung für die Gegenwart.

Heute, fünf Jahre nach Erscheinen der zweiten Auflage des preisgekrönten Buches ist es Zeit, eine neue Bestandsaufnahme zu machen. Dazu haben wir die Initiatorin und Herausgeberin Katharina Bosse eingeladen uns von ihren Erfahrungen zu berichten.

Lieblingsorte – Ein Abend von und für Aachener

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr nun die Neuauflage:

In der eigenen Stadt meint man alles zu kennen, aber in Wahrheit läuft man doch an vielen Kleinodien achtlos vorüber. Das wollen wir ändern und haben unterschiedliche Menschen aus Aachen gebeten, uns ihren Lieblingsort in einem kurzen Statement vorzustellen.

Freuen Sie sich mit uns auf Aachener Persönlichkeiten, die uns mitnehmen auf eine Reise durch die Stadt zu bekannten und unbekannten Orten. Folgende Aachener werden uns Ihre ganz persönlichen Lieblingsorte vorstellen:

  • Ulla Griepentrop (Stellvertretende Bürgermeisterin)
  • Andreas Schaub (Stadtarchäologe)
  • Christian Rein (Journalist)
  • Siyuan Li (Studentin)
  • Rebekka Saubert (Direktorin LUFO)
  • Rolf-Peter Cremer (Domprobst)
  • Rosa Engel (Fotografin)
  • Sabine Keine (Leiterin Lousberg Gesellschaft)
  • Anja Haas (Fremdenführerin)
  • Petra Pauli (Pressesprecherin)

Moderiert wird der Abend von Robert Moonen.

Cinemarchitektur | Die Architekten

Foto: Lehmann © Bundesarchiv

D 1989/90 102 Min. Regie Peter Kahane / Michael Kny

Der Architekt Daniel Brenner ist Ende dreißig, als er seinen ersten herausfordernden und lukrativen Auftrag erhält: den Entwurf eines Kulturzentrums für eine Satellitenstadt in Ost-Berlin. Er akzeptiert das Angebot unter der Bedingung, dass er wählen kann, mit wem er zusammenarbeitet. Auf diese Weise trifft er wieder auf ehemalige Kollegen und Freunde. Gemeinsam entwickeln sie ein Konzept, von dem sie hoffen, dass es der Öffentlichkeit besser gefällt als die konventionellen und langweiligen Konstruktionen, die in der DDR üblich sind. Ihre ehrgeizigen Pläne werden jedoch immer wieder von ihren konservativen Aufsehern vereitelt. Als die Frustration wächst, hat Daniel Probleme, seine Karriere mit seinem Familienleben in Einklang zu bringen: Seine Frau Wanda will nach Westdeutschland ausreisen…

Das Vorbild für den Films ist der Neubau des „gesellschaftlichen Hauptbereiches“ der Berliner Großsiedlung Marzahn in den 1980er Jahren. Hierzu wurden die dafür verantwortlichen Architekten Michael Kny und Thomas Weber  zusammen mit Wolf-R. Eisentraut vom Kollektiv IHB Berlin für den Spielfilm portraitiert.

Geworden ist der Film allerdings eine Metapher für den Untergang der DDR, denn durch die gegen große Widerstände erst im Herbst 1989 erteilte Drehgenehmigung fielen die Dreharbeiten mit dem Fall der Mauer zusammen und der Film wurde von der sich wandelnden Realität eingeholt.

Das Kaufhaus am Marzahner Tor, dessen Planung und Bau Thema des Films sind, wurde 2003 zugunsten des Neubau des Eastgate Berlin teilweise abgerissen.

Der Film zeichnet den Epochenbruch der DDR nach und ist ein Spiegel der aktuellen Krisen.

Als Gäste haben wir Michael Kny als verantwortlichen Architekten und Martina Abri als Protagonistin der DDR-Denkmalpflege eingeladen, die uns einen spannenden Einblick in die Planung der DDR-Zeit werden geben können.

 

Eintritt
5 EUR Mitglieder Aachenfenster – Studierende
8 EUR ohne Ermäßigung

Die Reihe Cinemarchitektur ist eine Kooperation mit dem Apollo-Kino.

Urbanes Leben – Stadträume im Blick

Ausstellung „Urbanes Leben – Stadträume im Blick“ mit der Künstlerin Rita Lausberg

Zur Vernissage lesen Britta Tiemann und Holger Vanicek begleitet von Chansons des Musikers Eddie Pidancet auf der „Begegnungs- und Lesebank“

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit auf dem Thema „Stadtplätze / Stadträume“.
Die Ausstellung   -begleitet von der ersten Lesung am Vernissage-Abend-    ist der Startschuss für unsere Lesereise „Stadträume erleben – PopUp Lesungen zum Feierabend“ .
In den folgenden Sommermonaten werden wir in kurzen „Pop-Up-Sessions“ Texte aus soziologischer, philosophischer, planerischer und literarischer Sicht an verschiedenen Orten  in der Stadt vorgetragen.

Veranstaltungsort: Annahalle in der Annastraße 14-16

Sanierungstreff „Fördermittel für die energetische Sanierung“

Fördermittel für die energetische Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Viele Gebäude bieten großes Potenzial zur Energieeinsparung, doch die Investitionskosten schrecken oft ab. Genau hier setzen Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen an. In diesem Vortrag erhalten Eigentümer*innen von Wohn- und Nichtwohngebäuden einen verständlichen Überblick über aktuelle Förderprogramme für energetische Sanierungsmaßnahmen (Bund, Land und lokal in der StädteRegion Aachen).

Wir geben Ihnen eine Übersicht darüber, welche Maßnahmen gefördert werden (von der Dämmung über den Heizungstausch bis hin zu ganzheitlichen Sanierungskonzepten) und welche Zuschüsse und Kredite zu welchen Konditionen zur Verfügung stehen. Außerdem erfahren Sie, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie der Weg von der Antragstellung bis zur Umsetzung aussieht.

Ziel ist es, Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu geben, damit Sie Sanierungsprojekte wirtschaftlich, ökologisch und zukunftssicher planen können.

Doppel der Umbaukulturen 4

UMBAUKULTUREN 4

Eine Vortragsreihe des BDA Aachen und des Fachbereichs Architektur der FH Aachen

Gemeinsam laden der BDA Aachen und der Fachbereich Architektur der FH Aachen sehr herzlich zur vierten Veranstaltung einer Reihe von doppelten, dialogischen Werkvorträgen ein. Auch dieses Mal wollen wir einen Blick auf unterschiedliche Perspektiven zum Thema werfen. Das vierte Doppel bestreitet Tilmann Jarmer von Florian Nagler Architekten, der am Beispiel des Künstlerhauses Nürnberg unter anderem aufzeigt, wie die Vielfalt von Spuren der Aneignung zum architektonischen Thema einer Sanierung werden können. Partner im Doppel sind Ines Streit und Dominik Marx von der Ideenschmiede, die am Beispiel des Umbaus einer Scheune in Föhring unter anderem darstellen, wie man mit Einfachheit und Bescheidenheit als Entwurfsstrategie zu räumlich beeindruckenden Ergebnissen kommt.

Beide Perspektiven werden wieder das Material für den gemeinsamen Dialog über folgende Fragestellungen – und nicht nur die – liefern:

  • Wie wenig ist genug?
  • Wie kann es funktionieren?
  • Welche Interpretation des Bestandes?
  • Wie viel welcher Strategien zwischen Mut und Angemessenheit?
  • Welche Ästhetiken?
  • Unter welchen Bedingungen?

Das vierte Doppel findet am Mittwoch, 06.05.2026, um 19:00 Uhr im Haus Löwenstein* statt. Die Veranstaltung wird von Carolin Stapenhorst, Thomas Croon und Frank Hausmann moderiert.

*Mit freundlicher Unterstützung vom aachen_fenster – raum für bauen und kultur e.V.

 

 

 

 

 

Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

BDA Aachen + FH Aachen
Tel: 0241949760