Cinemarchitektur | Die Fotografen Bernd und Hilla Becher

Foto: 1968 © B+H.BECHER

DE 2012. 94 Min. Regie Marianne Kapfer

„Bernd und Hilla Becher schufen mit ihren Foto-Aufnahmen eine Enzyklopädie der Industriearchitektur und entdeckten dabei die Schönheit dieser Motive. Viel Druckerschwärze ist darüber verwendet worden.Und nun kommt die Berliner Filmerin Marianne Kapfer und dreht einen so sympathischen, witzigen, neuartigen Film über die beiden, dass die 90 Spiel-Minuten wie im Fluge vergehen.“ Helga  Meister, Westdeutsche Zeitung

Fotografien und Filme über Industriearchitektur waren im 19. Jahrhundert zwei wichtige Verfahren, mit denen die monumentale Macht der industriellen Revolution gefeiert werden sollte. In den 1950er Jahren entwickelten Bernd (1931–2007) und Hilla Becher (1934–2015) einen gänzlich anderen Ansatz. Nüchtern-sachlich dokumentierten sie Zeugnisse einer verschwundenen  Industrielandschaft in Deutschland. Innerhalb von zehn Jahren entwickelten sie eine konzeptuelle künstlerische Praxis, die sich besonders an der Form der fotografierten Objekte ausrichtete; sie als Skulpturen betrachtete und sie über eine vergleichende Anordnung zu Typologien ordnete.

Mit ihren Arbeiten haben sie eine neue und universelle Bildsprache entwickelt, welche die dokumentierten Objekte nüchtern, in schwarzweiß, aufgenommen von einem leicht erhöhten Standpunkt vergleichbar werden läßt. Die Reduktion auf die präzise erfaßte Form wird damit zur objektiven Dokumentation.

Der Dokumentarfilm von Marianne Kapfer über die Fotografen Bernd und Hilla Becher liefert spannende Einblicke in das Leben und Werk des Düsseldorfer Künstlerpaares.

Elke Kania (Kuratorin im Kunsthaus NRW) gibt zu Beginn der Vorstellung eine Einführung in das Werk der Bechers.

Eintritt
5 EUR Mitglieder des Aachenfensters + Studierende
8 EUR ohne Ermäßigung

Hier geht es bald zum Vorverkauf.

Die Reihe Cinemarchitektur ist eine Kooperation mit dem Apollo-Kino, Aachen.

Cinemarchitektur | Visual Acoustics (The Modernism of Julius Shulman)

USA 2008, 84 Minuten | Regie Eric Bricker

Vielen sind die ikonischen Fotos des 2009 mit 98 Jahren verstorbenen Julius Shulman geläufig. Unzählige Architekten in den 1950er und 1960er Jahren vertrauten auf seine überragende Bildsprache. Ohne seine Fotos wären die Häuser des Case Study Programms sicherlich nicht so berühmt geworden und die Karrieren von Richard Neutra, John Lauter aber auch von Ray und Charles Eames wären vielleicht anders erlaufen. Erst durch seine Fotos wurde die kalifornische Moderne für viele zugänglich.

Visual Acoustics erkundet Shulmans Kunst und sein einzigartig kreatives Leben und zeichnet ein umfassendes Porträt dieses bedeutenden Botschafters der Moderne.

Vor dem Film wollen wir der Frage nachgehen, wie das Werk Shulmans die Bildsprache der zeitgenössischen Architekturfotografie beeinflusst hat. Hierzu haben wir den Architekturfotografen Jörg Hempel eingeladen, der im Gespräch mit Björn Schötten hierauf Antworten zu geben versucht.

Eintritt
5 EUR Mitglieder des Aachenfensters + Studierende
8 EUR ohne Ermäßigung

Hier geht es bald zum Vorverkauf.

Die Reihe Cinemarchitektur ist eine Kooperation mit dem Apollo-Kino, Aachen.

Cinemarchitektur | Barbicania

Foto: Beka & Partners und Barbican Centre

Achtung: Neuer Termin: 27.5.26

F/UK 2014, 90 Min, Regie Ila Ila Bêka, Louise Lemoine

Das 1982 eröffnete Londoner Barbican Centre das größte Kultur- und Konferenzzentrum Europas – Heimat namhafter Orchester, Theater, Kunstgalerien, Kinos und Bibliotheken. Das Areal, auf dem es sich befindet, wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Ab den 1960er-Jahren entstanden hier Wohnblocks, denen lange Zeit das Negativimage des Brutalismus anhing, die aber inzwischen höchst begehrte Immobilien sind.

In einem 30-tägigen Projekt spüren die Dokumentarfilmer Ila Bêka und Louise Lemoine der Seele dieses Quartiers nach, porträtieren Bewohner und Besucher, entdecken wilde Pflanzen und Tiere und halten in beeindruckenden Architekturaufnahmen seine Formensprache, Sichtachsen und Details fest. Sie blicken mal von der Spitze, mal in den Keller und nehmen den Komplex aus der Vertikalen und aus der Horizontalen, mal frühmorgens und mal bei Nacht in den Blick.

Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

aachen_fenster – raum für bauen+kultur