Wo Bühnenbilder entstehen – Werkstattführung im Theater Aachen

Bevor sich der Vorhang hebt und ein Theaterstück oder eine Oper zur Aufführung kommt, vergehen viele Wochen und Monate mit Proben und Vorbereitungen. In der ehemaligen Tuchfabrik in der Mörgensstraße befinden sich nicht nur die Probebühnen und Büros des Theater Aachen, sondern auch die Werkstätten. Dort arbeiten tagsüber viele Menschen an dem, was den Zauber des Theaters erschafft: Ob Schreinerwerkstatt oder Schlosserei, Malsaal und Schneiderei, Kaschiererwerkstatt oder Requisite – viele Arbeitsschritte an vielen Orten werden gebraucht, um Bühnenbilder und Kostüme herzustellen. Einige Ausbildungsberufe, wie Theatermaler*in, -plastiker*in oder Gewandmeister*in, können nur am Theater erlernt werden. Die Werkstattführung vermittelt Hintergrundwissen über das Entstehen einer Inszenierung, vom ersten Nagel, der eingeschlagen wird, bis zum letzten Knopf, der angenäht wird.

Eingang neben der Hofeinfahrt, Mörgensstr. /Ecke Hubertusstr.

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Der Fels am Kaiserplatz – Kirche und Kirchenschatz von St. Adalbert

Auf einem Felsen aus rotem Sandstein erbaut, erhebt sich weithin sichtbar die Propsteikirche St. Adalbert. Die zweitälteste Kirche Aachens im neuromanischen Stil wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und anschließend vollständig wiederaufgebaut. Thomas Richter lässt bei einem Rundgang durch die Kirche die mehr als tausendjährige Geschichte von St. Adalbert wiederaufleben. Exklusiv im Rahmen dieser Führung wird die Reliquien- und Schatzkammer geöffnet, die unter anderem Reliquien des Namensgebers, des heiligen Adalberts, enthält.
Dr. Thomas Richter ist Kirchenhistoriker und Gemeinderat von St. Adalbert.

Treffpunkt: Adalbertstift, vor dem Eingang der Kirche

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Bretter, die die Welt bedeuten – Bühnenführung im Theater Aachen

Bevor der Vorhang im Großen Haus aufgeht, vergehen Wochen voller Proben und Vorbereitungen. Auf der Bühne wachsen Kulissen, im Orchestergraben erklingen erste Töne und hinter den Kulissen wird Handwerk sichtbar: Requisiteur*innen, Maskenbildner*innen, Ankleider*innen und Technikteams arbeiten Hand in Hand, damit jede Szene gelingt. Jeder Nagel, jeder Pinselstrich und jeder Lichtstrahl trägt dazu bei, dass die Inszenierung am Ende lebendig wird. Die Führung zeigt, wie all diese Elemente zusammenkommen – vom ersten Entwurf bis zum letzten Vorhang.

Treffpunkt: Theater Aachen, Theaterplatz

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Campo Santo – der Heilige Acker auf dem Westfriedhof

Bei der Eröffnung des neuen katholischen Friedhofs an der Vaalser Straße vor fast 120 Jahren lag dieser weitab vor den Toren der Stadt. Entlang der Wege gab es die Wahlgräber, in den Flurbereichen die günstigeren Reihengräber. Für besonders gut situierte Familien, die auf Beisetzungen in gemauerten Grüften nicht verzichten wollten, wurde ein besonderes Gebäude gebaut, in dem sich die Grabkammern unter dem Boden der Hallen befinden. Während neogotische Formen das äußere Erscheinungsbild bestimmen, sind Teile der Gewölbe und die Wandnischen mit reichen Grabdenkmälern in angedeuteten Jugendstilformen geschmückt. Der „Campo Santo“ ist mehr als ein Denkmal: Relikt einer längst vergangenen Epoche, in der es üblich war, dass man sich die Erinnerung an die verstorbenen Lieben viel Geld kosten ließ.

Treffpunkt: Westfriedhof vor dem Eingang am Parkplatz beim Blumengeschäft

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Aachener Stadtviertel – vom Kölntor bis zum Blücherplatz

Der einstige Kölnsteinweg, die heutige Jülicher Straße, gehört zu den längsten Straßen von Aachen. Rechts und links ließen sich die großen Unternehmen nieder, vor allem die weniger feinen mit qualmenden Schornsteinen. Ihren Ausgang nahm die Straße am Hansemannplatz. Hier stand eines der großen und wichtigen Aachener Stadttore, das Kölntor. Hohe Wohnhäuser säumen auch heute noch die Straßenränder. Viele der kleinen Läden in den Erdgeschossen stehen heute leer. Zu ihrer Blütezeit konnte man hier Zigaretten, Fleisch, Brötchen und Milch kaufen, also alles, was man für Grundversorgung mit Nahrungsmitteln brauchte. Um 1900 gab es an keiner anderen Straße mehr Kneipen und Bierlokale, in denen die Fabrikarbeiter einkehrten oder sich schnell im Vorbeigehen an einem der Straßenausschänke bedienen ließen.

Treffpunkt: Hansemanndenkmal, Anfang der Monheimsallee

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Eduard Linse und sein Wirken für Aachen

Trotz seines kurzen Arbeitslebens hat Eduard Linse, der 1902 im Alter von 54 Jahren verstarb, eine große Zahl von Bauwerken entworfen und gebaut. Bis heute beeindruckt das von einem Fabrikanten namens Cassalette in Auftrag gegebene Stadtpalais an der Wilhelmstraße, heute das Suermondt-Ludwig-Museum, sowohl mit der Fassade als auch mit den Räumen. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren seiner Arbeiten. Allein im Frankenberger Viertel existieren heute noch sechs realisierte Bauten des jungen Baumeisters. Eduard Linse, der eine Reihe von Vorlesungen an der neuen TH in Aachen gehört hatte, machte sich schon bald einen Namen, der ihm die Bauleitung für die Jakobskirche, den Auftrag für das Bankhaus Suermondt oder das Burtscheider Kurhaus einbrachte.

Treffpunkt: Burtscheid, Dammstraße, vor den Parkterrassen

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Zwei Jahrtausende Bäderwelt in Aachen

Der Spaziergang führt entlang heutiger und damaliger Wohlfühloasen des Aachener Thermalwassers. Los geht es in der Jetzt-Zeit an den Carolus Thermen, vorbei an Quellenhof, durch die Komphausbadstraße und endet in der Vergangenheit an den alten Römerthermen am Büchel. Anschaulich und informativ begleitet von Ulrich Lieser, eröffnen sich neue Perspektiven für das Thermalwasser in Aachen. An der langen Tafel ist Zeit zum Genießen und Reden. Es werden Canapées aus drei Epochen gereicht, interpretiert und zubereitet von Petra Emonts.
Ulrich Lieser ist Hydrogeologe und engagiert sich innerhalb der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen für das Thermalwasser. Zudem ist er aktives Mitglied im Verein Neuwasser. Petra Emonts war lange Zeit Köchin, heute ist sie Dozentin für Kulinarik und Ernährung.

Treffpunkt: Carolus Thermen

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Spuren des Nationalsozialismus in Aachen

Ein dialogischer Rundgang durch die Innenstadt lädt ein, die Geschichte der Stadt während des Nationalsozialismus kennenzulernen. Es wird thematisiert, wie Aachen in das NS-System eingebunden war und wo die Erinnerung an diese Zeit heute noch sichtbar ist. Es wird beleuchtet, wer in Aachen die antisemitische und rassistische Gewalt des Regimes ausführte, wer von ihr profitierte, wer ihr zum Opfer fiel und wer Widerstand leistete. Der Rundgang richtet sich sowohl an diejenigen, die schon über Kenntnisse verfügen, als auch an alle, die sich zum ersten Mal mit der NS-Geschichte Aachens beschäftigen. Es besteht Raum für Austausch und Nachdenken über Verantwortung, Erinnerung und die Bedeutung des historischen Lernens in der Gegenwart.

Treffpunkt: Karlsbrunnen auf dem Marktplatz

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Die Neue Synagoge in Aachen

Die Neue Synagoge in Aachen ist das Gotteshaus und Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde am Synagogenplatz. Sie wurde 1995 nach Plänen des Architekten Alfred Jacoby neu an dem Ort errichtet, an dem die Alte Synagoge 1938 während der Novemberpogrome von den Nationalsozialisten zerstört wurde. Bei dieser Führung lernen die Teilnehmenden das Innere der Neuen Synagoge Aachen kennen und bekommen einen Einblick in die jüdischen Bräuche und Traditionen.

Synagogenplatz, Synagoge

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Stolpersteine in Aachen

Auch mehr als 85 Jahre nach der Pogromnacht 1938 lassen sich, beim genauen Hinschauen, noch Spuren entdecken. Häuser und Straßen, Fabriken und nicht zuletzt die Stolpersteine erinnern an Menschen, die hier einst gelebt haben und sich als Aachener*innen gefühlt haben. Mitten in der Innenstadt, vor Geschäfts- und privaten Wohnhäusern finden sich seit 2008 zahlreiche Stolpersteine, die zur Erinnerung an Jüdinnen und Juden verlegt worden sind, die Opfer der Shoah geworden sind. Einigen Biografien wird auf diesem Rundgang gemeinsam nachgegangen.

Treffpunkt: Bärenstraße/Königstraße

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Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

vhs Aachen