Thingstätten – Die Bedeutung der Vergangenheit

Zwischen 1933 und 1936 wurden die sogenannten »Thingstätten« als propagandistische Freilichtbühnen und Versammlungsplätze des Nationalsozialismus erbaut. Von diesem Versuch eines propagandistischen Architekturtheaters ist heute wenig bekannt, obwohl viele architektonische Zeugen noch auffindbar sind und zum Teil heute noch bespielt werden, wie die Waldbühne in Berlin oder die Bühne der Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg.

400 waren geplant, etwa 50 wurden errichtet. Viele dieser bis heute kaum bekannten Orte sind aktuell noch in Deutschland, Polen und Russland auffindbar.

Die Thingstätten stehen für eine Zeit, die heute schwer zu begreifen ist, auch weil auf ihr lange ein Deckmantel des Schweigens lag: Die frühen Jahre der Hitler-Begeisterung. Aus heutiger Sicht ist die Beteiligung auch mittlerer und kleinerer Orte in ganz Deutschland an diesem freiwilligen Bauprojekt ein Zeichen für die verbreitete Zustimmung zum Regime.

In der Nähe von Aachen gibt es Reste von Thingstätten im Brückenkopfpark in Jülich und in der Anlage der ehemaligen Ordensburg Vogelsang.

In Form einer interdisziplinären Recherche und einer daraus resultierenden  Publikation ermöglichen die Werke von 23 internationalen Künstlern und Künstlerinnen sowie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen eine pluralistische Auseinandersetzung mit der außergewöhnlichen Geschichte der »Thingstätten« sowie ihrer Bedeutung für die Gegenwart.

Heute, fünf Jahre nach Erscheinen der zweiten Auflage des preisgekrönten Buches ist es Zeit, eine neue Bestandsaufnahme zu machen. Dazu haben wir die Initiatorin und Herausgeberin Katharina Bosse eingeladen uns von ihren Erfahrungen zu berichten.

Cinemarchitektur | Grand Budapest Hotel (2014)

Grand Budapest Hotel ist eine meisterhafte und oscarprämierte Tragikomödie von Wes Anderson aus dem Jahr 2014, die den Niedergang des alten Europa und den Aufstieg des Faschismus thematisiert

Gustave H., der legendärer Concierge eines Luxushotels und sein Boy Zero stehen im Mittelpunkt des Gran Budapest Hotel im Europa der 1920er Jahre. Das Drama beginnt als eine reiche Hotel-Gästin stirbt und Gustave ein unbezahlbares Gemälde vererbt. Ihr skrupelloser Sohn bezichtigt Gustave daraufhin des Mordes. Die Beschuldigungen können aufgelöst werden, jedoch überstrahlt der beginnende Faschismus das Happy End.

Die Kulisse des Hotels ist märchenhaft und beschreibt die vergangene Tradition europäischer Luxushotels.

Eine thematische Einführung ist angefragt, aber noch nicht zugesagt

Eintritt
5 EUR Mitglieder Aachenfenster – Studierende
8 EUR ohne Ermäßigung

Die Reihe Cinemarchitektur ist eine Kooperation mit dem Apollo-Kino.

• 19 | „Aachener Ressourcen“ – städtisches Portfolio

 

aachen_fenster e.V. läd ein:

Die Architektin Ricarda Bruns ist seit November 2025 technische Betriebsleiterin des städtischen Gebäudemanagements

Sie wird einen Einblick in das Gebäudemanagement der Stadt Aachen geben.

  • Wie ist das Gebäudemanagement strukturiert
  • Wie entstehen Projekte (Priorisierung)
  • Wie erfolgt die Realisierung
  • Welchen Stellenwert hat die Baukultur

 

 

Lieblingsorte – Ein Abend von und für Aachener

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr nun die Neuauflage:

In der eigenen Stadt meint man alles zu kennen, aber in Wahrheit läuft man doch an vielen Kleinodien achtlos vorüber. Das wollen wir ändern und haben unterschiedliche Menschen aus Aachen gebeten, uns ihren Lieblingsort in einem kurzen Statement vorzustellen.

Freuen Sie sich mit uns auf Aachener Persönlichkeiten, die uns mitnehmen auf eine Reise durch die Stadt zu bekannten und unbekannten Orten. Folgende Aachener werden uns Ihre ganz persönlichen Lieblingsorte vorstellen:

  • Ulla Griepentrop (Stellvertretende Bürgermeisterin)
  • Andreas Schaub (Stadtarchäologe)
  • Christian Rein (Journalist AZ)
  • Siyuan Li (Studentin)
  • Rebekka Saubert (Direktorin LUFO)
  • Rolf-Peter Cremer (Dompropst)
  • Rosa Engel (Fotografin)
  • Sabine Keine (Leiterin Lousberg Gesellschaft)
  • Anja Haas (Fremdenführerin)
  • Petra Pauli (Marketingleiterin Carolus Therme)
  • Asgard Aadami (Modedesigner)

Moderiert wird der Abend von Robert Moonen (Stadionsprecher am Tivoli).

Cinemarchitektur | Die Architekten

Foto: Lehmann © Bundesarchiv

D 1989/90 102 Min. Regie Peter Kahane / Michael Kny

Der Architekt Daniel Brenner ist Ende dreißig, als er seinen ersten herausfordernden und lukrativen Auftrag erhält: den Entwurf eines Kulturzentrums für eine Satellitenstadt in Ost-Berlin. Er akzeptiert das Angebot unter der Bedingung, dass er wählen kann, mit wem er zusammenarbeitet. Auf diese Weise trifft er wieder auf ehemalige Kollegen und Freunde. Gemeinsam entwickeln sie ein Konzept, von dem sie hoffen, dass es der Öffentlichkeit besser gefällt als die konventionellen und langweiligen Konstruktionen, die in der DDR üblich sind. Ihre ehrgeizigen Pläne werden jedoch immer wieder von ihren konservativen Aufsehern vereitelt. Als die Frustration wächst, hat Daniel Probleme, seine Karriere mit seinem Familienleben in Einklang zu bringen: Seine Frau Wanda will nach Westdeutschland ausreisen…

Das Vorbild für den Films ist der Neubau des „gesellschaftlichen Hauptbereiches“ der Berliner Großsiedlung Marzahn in den 1980er Jahren. Hierzu wurden die dafür verantwortlichen Architekten Michael Kny und Thomas Weber  zusammen mit Wolf-R. Eisentraut vom Kollektiv IHB Berlin für den Spielfilm portraitiert.

Geworden ist der Film allerdings eine Metapher für den Untergang der DDR, denn durch die gegen große Widerstände erst im Herbst 1989 erteilte Drehgenehmigung fielen die Dreharbeiten mit dem Fall der Mauer zusammen und der Film wurde von der sich wandelnden Realität eingeholt.

Das Kaufhaus am Marzahner Tor, dessen Planung und Bau Thema des Films sind, wurde 2003 zugunsten des Neubau des Eastgate Berlin teilweise abgerissen.

Der Film zeichnet den Epochenbruch der DDR nach und ist ein Spiegel der aktuellen Krisen.

Als Gäste haben wir Michael Kny als verantwortlichen Architekten und Martina Abri als Protagonistin der DDR-Denkmalpflege eingeladen, die uns einen spannenden Einblick in die Planung der DDR-Zeit werden geben können.

 

Eintritt
5 EUR Mitglieder Aachenfenster – Studierende
8 EUR ohne Ermäßigung

Die Reihe Cinemarchitektur ist eine Kooperation mit dem Apollo-Kino.

• 19 | Aachener Ressourcen – Freiraum Innenstadt im Stresstest – „Sischer dat ?!“

aachen_fenster e.V.  lädt zur öffentlichen Raumverhandlung:

Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum der Innenstadt

Dienstag, 6. Oktober 2026, 19:00–20:30 Uhr Haus Löwenstein, Aachen

Der Platz vor dem Rathaus ist gepflastert. Aber ist er sicher? 

Aachens Innenstadt soll alles zugleich sein: Flaniermeile und Fluchtweg, Grünfläche und Rückhaltebecken, frei für Demonstrationen und Rückzugsort für das Nachbarschaftsleben. Wie belastbar dieser Raum wirklich ist, zeigt sich erst im Ernstfall – bei Hitze, Starkregen oder Großschadenslagen. Und dann stellt sich die eigentliche Frage: Wer entscheidet, wofür der Freiraum da ist und organisiert, was er leisten soll? Jederzeit!

Denn Sicherheit ist nicht automatisch dasselbe wie Freiheit – wo Gefahrenabwehr endet und wo Grundrechte wie Versammlungs- und Demonstrationsrecht beginnen, ist selbst Verhandlungssache.

Über die Zielkonflikte zwischen Stadtleben, Freiheitsrechten und Gefahrenabwehr sprechen

  • Polizeipräsident Andreas Bollenbach
  • Umwelt-Dezernent Heiko Thomas
  • Branddirektor Andreas Bierfert
  • Journalistin Sylvie Liebsch moderiert das Gespräch – mit Fragen, jenseits der Komfortzonen von Mobilität und Cappuccino.

• 19 | Fotographie und Architektur – „Ebenbild“

aachen_fenster e.V. lädt ein:

„Ebenbild“ – Architekturfotografie zwischen Werk und Wiedergabe

Dienstag, 3. November 2026, 19:00 Uhr, Haus Löwenstein am Markt, Aachen

Das Foto übersetzt das dreidimensionale Raumgefüge eines Gebäudes in eine zweidimensionale Bildsprache und prägt in Fachwelt und Öffentlichkeit die Wahrnehmung von Architektur stärker als das Bauwerk selbst. Doch was zeigt so ein Ebenbild eigentlich – dokumentiert es nur, was ohnehin da ist, oder entstehen durch den künstlerischen Blick und die künstliche Wiedergabe neue, eigenständige Werke?

Im Spannungsfeld zwischen Anschauung und Einstellung erschaffen die Fotografen

  • Jörg Hempel
  • Andreas Herrmann

eine Architektur zweiter Ordnung, schärfen unseren Blick für das Ungesehene und stellen sich Ihren Fragen.

meetup baunetzwerk aachen – new work – mensch & raum im einklang

👋 hallo das erstes meetup in 2026 steht an!

new year – new work – diesmal wollen wir mit zwei echten profis in die tiefe gehen: wo fängt new work an und wo hört es eigentlich auf? reicht eine bauliche veränderung oder müssen ganze prozesse überdacht werden?

auf viele der nebulösen fragen haben unsere speaker elisa und jesse antworten für euch. elisa hinterfragt prozesse und setzt auf digitalisierung. jesse kommt aus dem interior design und ist auf steter suche nach potentialen im raum.

am mittwoch, 28.01.2026 um 18 uhr treffen wir uns im collab in der friedrichstraße 115/ecke lothringerstraße im frankenberger.

natürlich gibt’s wieder die möglichkeit zu netzwerken, erfahrungen auszutauschen und das ein oder andere kühle getränk zu genießen. 🍻

knüpfe wertvolle kontakte und tausche erfahrungen aus: dein baunetzwerk veranstaltet regelmäßige netzwerkevents in aachen für planende in der baubranche. hier findest du gleichgesinnte, die deine leidenschaft für das planen und bauen teilen. entdecke neue möglichkeiten, um dich weiterzuentwickeln und deinen platz in der branche zu finden. sei dabei und gestalte dein eigenes baunetzwerk.

ob architekt:in oder ingenieur:in, berufsanfänger:in oder projektleiter:in, du bist herzlich willkommen. tausche dich aus, teile deine erfahrungen, lerne von anderen und entwickle dich weiter. stärke dich und dein interdisziplinäres netzwerk.

unsere events finden regelmäßig an wechselnden orten statt. jedes meetup steht unter einem leitthema, zu dem bis zu drei kurze impulsvorträge in den abend einleiten und den einstieg ins freie netzwerken erleichtern.

wir pflegen das respektvolle „du“.

#baunetzwerk #bdbaachen #meetup

„Aachener Ressourcen“ – Less Needs More in der Richtericher Dell

Less Needs More in der Richtericher Dell:
die knappe Ressource Boden als Chance für eine nachhaltige Stadtentwicklung
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Die Richtericher Dell steht erneut im Fokus der Stadtentwicklung: Wie kann diese Fläche zukunftsfähig gestaltet werden? Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Diskussion über Herausforderungen, Chancen und Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung – von Mobilität und Wasserwirtschaft bis hin zu Bodenpolitik und sozialer Infrastruktur.

Impulse aus aktuellen Entwurfsarbeiten der FH Aachen zeigen beispielhaft, wie alternative Ansätze aussehen könnten. Sie dienen als Ausgangspunkt, um gemeinsam mit Prof. Stefan Werrer, Stadtbaurätin Frauke Burgdorff und Expert*innen und Bürger*innen im Publikum über Ziele, Rahmenbedingungen und innovative Wege für die Richtericher Dell ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltung versteht sich als Auftakt für einen offenen Diskurs und lädt dazu ein, neue Bilder und Perspektiven für die Entwicklung dieses besonderen Ortes zu diskutieren.

Teilnehmende:

  • Dipl.-Ing. Stefan Werrer von der FH Aachen
  • Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin Aachen
  • Studierende der FH Aachen, 5. Semester Städtebau

Moderation: Bernd Hamer

Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

aachen_fenster – raum für bauen+kultur + FH Aachen