Wo Bühnenbilder entstehen – Werkstattführung im Theater Aachen

Bevor sich der Vorhang hebt und ein Theaterstück oder eine Oper zur Aufführung kommt, vergehen viele Wochen und Monate mit Proben und Vorbereitungen. In der ehemaligen Tuchfabrik in der Mörgensstraße befinden sich nicht nur die Probebühnen und Büros des Theater Aachen, sondern auch die Werkstätten. Dort arbeiten tagsüber viele Menschen an dem, was den Zauber des Theaters erschafft: Ob Schreinerwerkstatt oder Schlosserei, Malsaal und Schneiderei, Kaschiererwerkstatt oder Requisite – viele Arbeitsschritte an vielen Orten werden gebraucht, um Bühnenbilder und Kostüme herzustellen. Einige Ausbildungsberufe, wie Theatermaler*in, -plastiker*in oder Gewandmeister*in, können nur am Theater erlernt werden. Die Werkstattführung vermittelt Hintergrundwissen über das Entstehen einer Inszenierung, vom ersten Nagel, der eingeschlagen wird, bis zum letzten Knopf, der angenäht wird.

Eingang neben der Hofeinfahrt, Mörgensstr. /Ecke Hubertusstr.

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Der Fels am Kaiserplatz – Kirche und Kirchenschatz von St. Adalbert

Auf einem Felsen aus rotem Sandstein erbaut, erhebt sich weithin sichtbar die Propsteikirche St. Adalbert. Die zweitälteste Kirche Aachens im neuromanischen Stil wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und anschließend vollständig wiederaufgebaut. Thomas Richter lässt bei einem Rundgang durch die Kirche die mehr als tausendjährige Geschichte von St. Adalbert wiederaufleben. Exklusiv im Rahmen dieser Führung wird die Reliquien- und Schatzkammer geöffnet, die unter anderem Reliquien des Namensgebers, des heiligen Adalberts, enthält.
Dr. Thomas Richter ist Kirchenhistoriker und Gemeinderat von St. Adalbert.

Treffpunkt: Adalbertstift, vor dem Eingang der Kirche

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Kultur & Stadt: Franz Marc erleben – Kunst, Farben und Architektur in Düsseldorf

Franz Marc (1880–1916) war Gründungsmitglied des Blauen Reiters. Seine expressionistischen Werke faszinieren mit leuchtenden Farben und tief berührenden Themen. Besonders seine Tierdarstellungen ziehen die Betrachter*innen in ihren Bann. Sie stehen für Harmonie und eine innige Verbundenheit mit der Natur. Bereits während der Busfahrt gibt die Dozentin eine Einführung in die Zeit des Expressionismus.
An den Ausstellungsbesuch „Franz Marc-Die Suche nach einer besseren Welt“ im K20 schließt sich ein Rundgang durch die Düsseldorfer Altstadt an. Zwischen Kö und Rhein lassen sich architektonische Besonderheiten entdecken: die Architektur der späten Moderne, der Brutalismus der 1960er Jahre, ein expressionistisches Hochhaus, die Oper, der Kaufhof von J.M. Olbrich in Reformarchitektur bis zum Kö-Bogen von Daniel Libeskind.
In Kooperation mit der vhs Eschweiler

Abfahrt: Peterskirchhof

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Die Bischofskirche von Ostia

Die Bischofskirche von Ostia, der Hafenstadt Roms, wurde von Konstantin dem Großen kurz nach der Legalisierung des Christentums gestiftet. Damit gehört sie zu den ältesten Kirchen überhaupt. Im Gegensatz zu den meisten anderen konstantinischen Kirchenstiftungen ist diese Bischofskirche nie nachträglich überbaut worden, sodass hier – einmalig für den Beginn der christlichen Sakralarchitektur – Aussehen und Gestaltung einer Kirche aus der Zeit zwischen 320 und 330 freigelegt werden können.
Seit 2023 wird die Anlage von den Universitäten Bonn und Köln gemeinsam mit dem Deutschen Archäologischen Institut in Rom und in Kooperation mit der römischen Universität La Sapienza ausgegraben.
Sabine Feist lehrt Christliche Archäologie an der Universität Bonn.

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Optische Schreie. Die Geschichte des Aachener Wandmalers

Klaus Paier war ein Wegbereiter der Street Art in Deutschland. Seinen künstlerischen Ausdruck entwickelte er während seines Physikstudiums an der RWTH Aachen in den 1970er Jahren. Die Wand wurde sein ultimatives Medium, um gesellschaftliche Probleme wie Faschismus, Schulsystem, Homophobie, Kalter Krieg, Atomkraft, Apartheid und soziale Ungerechtigkeit anzuprangern. Der Film beleuchtet die lokale Kunstszene, das Aufkommen von Bürgerbewegungen, das Thema Hausbesetzungen sowie die Rezeption seiner Wandbilder– damals wie heute. Basierend auf Interviews ist dieser Film nicht nur ein biografisches Porträt, sondern stellt darüber hinaus ein fundiertes Zeitdokument dar.
Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Gespräch mit Regisseurin statt.
2025, Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produktion: Lovorka Perić-Hassler

Apollo Kino, Pontstraße 141-149

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Klaus Paier, der Aachener Wandmaler

Von 1978 bis 1987 war Klaus Paier in Aachen unterwegs, um seine Text-Bild-Werke illegal auf Betonwände und Mauern in der Aachener Innenstadt, auf dem Gelände der RWTH und an besetzte Häuser zu malen. Paier wählte bewusst Themen und Orte im öffentlichen Raum, die zum Nachdenken anregen sollten sowie Themen, die auch heute noch hochaktuell sind: Wohnungsspekulationen, Rüstungspolitik, Atomkraft, Homophobie oder die Problematik des Bildungssystems. Fast alle seine Kunstwerke sind nicht mehr vorhanden. Klaus Paier starb als Pionier der modernen Street Art 2009 in Köln und konnte die Würdigung seiner Gemälde nicht mehr erleben. Drei seiner Kunstwerke wurden in Aachen inzwischen unter Denkmalschutz gestellt.
Dieter Weinkauf hat sich intensiv mit dem Werk Paiers beschäftigt und die Arbeiten fotografisch dokumentiert. In einem Bildervortrag werden zahlreiche Werke, die heute größtenteils nicht mehr erhalten sind, gezeigt und besprochen.

Treffpunkt: vhs, Peterstraße, Raum 241, Forum

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Bretter, die die Welt bedeuten – Bühnenführung im Theater Aachen

Bevor der Vorhang im Großen Haus aufgeht, vergehen Wochen voller Proben und Vorbereitungen. Auf der Bühne wachsen Kulissen, im Orchestergraben erklingen erste Töne und hinter den Kulissen wird Handwerk sichtbar: Requisiteur*innen, Maskenbildner*innen, Ankleider*innen und Technikteams arbeiten Hand in Hand, damit jede Szene gelingt. Jeder Nagel, jeder Pinselstrich und jeder Lichtstrahl trägt dazu bei, dass die Inszenierung am Ende lebendig wird. Die Führung zeigt, wie all diese Elemente zusammenkommen – vom ersten Entwurf bis zum letzten Vorhang.

Treffpunkt: Theater Aachen, Theaterplatz

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Campo Santo – der Heilige Acker auf dem Westfriedhof

Bei der Eröffnung des neuen katholischen Friedhofs an der Vaalser Straße vor fast 120 Jahren lag dieser weitab vor den Toren der Stadt. Entlang der Wege gab es die Wahlgräber, in den Flurbereichen die günstigeren Reihengräber. Für besonders gut situierte Familien, die auf Beisetzungen in gemauerten Grüften nicht verzichten wollten, wurde ein besonderes Gebäude gebaut, in dem sich die Grabkammern unter dem Boden der Hallen befinden. Während neogotische Formen das äußere Erscheinungsbild bestimmen, sind Teile der Gewölbe und die Wandnischen mit reichen Grabdenkmälern in angedeuteten Jugendstilformen geschmückt. Der „Campo Santo“ ist mehr als ein Denkmal: Relikt einer längst vergangenen Epoche, in der es üblich war, dass man sich die Erinnerung an die verstorbenen Lieben viel Geld kosten ließ.

Treffpunkt: Westfriedhof vor dem Eingang am Parkplatz beim Blumengeschäft

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Aachener Stadtviertel – vom Kölntor bis zum Blücherplatz

Der einstige Kölnsteinweg, die heutige Jülicher Straße, gehört zu den längsten Straßen von Aachen. Rechts und links ließen sich die großen Unternehmen nieder, vor allem die weniger feinen mit qualmenden Schornsteinen. Ihren Ausgang nahm die Straße am Hansemannplatz. Hier stand eines der großen und wichtigen Aachener Stadttore, das Kölntor. Hohe Wohnhäuser säumen auch heute noch die Straßenränder. Viele der kleinen Läden in den Erdgeschossen stehen heute leer. Zu ihrer Blütezeit konnte man hier Zigaretten, Fleisch, Brötchen und Milch kaufen, also alles, was man für Grundversorgung mit Nahrungsmitteln brauchte. Um 1900 gab es an keiner anderen Straße mehr Kneipen und Bierlokale, in denen die Fabrikarbeiter einkehrten oder sich schnell im Vorbeigehen an einem der Straßenausschänke bedienen ließen.

Treffpunkt: Hansemanndenkmal, Anfang der Monheimsallee

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Eduard Linse und sein Wirken für Aachen

Trotz seines kurzen Arbeitslebens hat Eduard Linse, der 1902 im Alter von 54 Jahren verstarb, eine große Zahl von Bauwerken entworfen und gebaut. Bis heute beeindruckt das von einem Fabrikanten namens Cassalette in Auftrag gegebene Stadtpalais an der Wilhelmstraße, heute das Suermondt-Ludwig-Museum, sowohl mit der Fassade als auch mit den Räumen. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren seiner Arbeiten. Allein im Frankenberger Viertel existieren heute noch sechs realisierte Bauten des jungen Baumeisters. Eduard Linse, der eine Reihe von Vorlesungen an der neuen TH in Aachen gehört hatte, machte sich schon bald einen Namen, der ihm die Bauleitung für die Jakobskirche, den Auftrag für das Bankhaus Suermondt oder das Burtscheider Kurhaus einbrachte.

Treffpunkt: Burtscheid, Dammstraße, vor den Parkterrassen

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Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

vhs Aachen