Das Aachener Stadtmodell

Anläßlich des Tages des offenen Denkmals öffnet das Aachener Stadtmodell seine Pforten. Genießen Sie einen faszinierenden Blick von oben auf Aachen und lassen sich die infrastrukturellen Zusammenhänge der Stadtentwicklung erklären.

Alle weiteren Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals 2026 finden Sie hier.

CINEMARCHITEKTUR: Das andere Bauhaus. Die Designerin Charlotte Periand

Charlotte Perriand war 24 Jahre jung, als Le Corbusier sie in sein Team holte und sie sogleich mit der Innenausstattung seiner Bauwerke betraute. Perriand entwickelte eine eigenständige, minimalistische Formensprache, verwendete neue, unübliche Materialien und kam dank Erfindungsreichtum und Esprit zu Lösungen, die ästhetisch bestechend, praktisch, funktional und darüber hinaus auch noch behaglich waren. Mit ihren Kreationen prägte sie maßgeblich das Design des 20. Jahrhunderts. Sie war aber lange unbekannt, weil Le Corbusier Ihre Entwürfe und Produkte vor allem unter seinem Namen vermarktete.

Die Dokumentation DAS ANDERE BAUHAUS: DIE DESIGNERIN CHARLOTTE PERRIAND beleuchtet wichtige Stationen ihres Lebens, von der Zusammenarbeit mit Le Corbusier in den 1930er-Jahren über den fruchtbaren Kulturschock eines mehrjährigen Japanaufenthalts bis zu ihrer Liebe zu den Bergen und den Entwürfen für die Skistation Les Arcs. Mit ihrem vielfältigen Engagement – für die Befreiung der Frau, günstigen Wohnraum, neue Architektur, die Freizeitgesellschaft oder Bausatzmöbel zum Selbstmontieren – hat Charlotte Perriand einen bedeutenden Beitrag zu einer Reflexion über die Zukunft der Gesellschaft geleistet, die bis heute anhält.

Städtebauliches Kolloquium | Leerstehende Riesen als neue Stadtbausteine des Wissens

Henrik Schumann, Stadtbaurat Siegen
Der Blick auf die Perspektive in der Stadt Siegen

Klaus-H. Petersen, ppp architekten + stadtplaner gmbh Hamburg/Lübeck
Lübeck – vom Kaufhaus zum Bildungshaus

Input
Katharina Niesing, Masterabsolventin RWTH
Räume für Ausbildung & Handwerk in der Stadt

Kommentatoren/Diskussionsrunde
Michael Bison, Geschäftsführer Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Dormagen
Markus Sporer, CROSS Architecture Aachen/Amsterdam
Dominik Stollenwerk, Nachhaltiges Gebäudemanagement, RWTH Aachen
Caner Telli, M. SC. RWTH
Dr. Christine Rüdiger, Haus der Neugier GmbH

Ausstellung
Smart Industrial Campus, Dormagen

Moderation
Prof. Dr.-Ing. Thomas Weith, ILS Dortmund

Städtebauliches Kolloquium | Vom Wissensraum zum Stadtraum und umgekehrt

Neue Wissensräume als Motor für die Stadtentwicklung

Begrüßung
Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, RWTH Aachen
Dipl.-Ing. Geva Aschhoff, Dezernat 10.0 RWTH Aachen

Einführung in das Thema
Prof. Dr.-Ing. Thomas Weith, ILS Dortmund Von Menschen und Orten: Altes und neues Wissen aus der Stadt für die Stadt
Prof. Dr.-Ing. Thorsten Erl, Universität Siegen Neue Bildungs- und Wissensräume braucht das Land

Input
Angelina Strauff, ingenhoven associates GmbH, Düsseldorf Wissensbaustein des Fraunhofer IEG am Büchel in Aachen

Kommentare/Diskussionsrunde
Sebastian Möller, RWTH Aachen Campus GmbH
Thomas Hissel, Dezernent Stadt Aachen
Prof. Dr. rer. nat. Doris Klee, Initiative Aachen e.V.

Moderation
Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, RWTH Aachen

ArchitektINNENwelten | Katharina Neubauer

Transformation des Bestehenden – Wie können wir die gebaute Umwelt weiterentwickeln, ohne sie immer wieder neu zu erschaffen? 

Unsere Städte sind längst gebaut – sie tragen Geschichte, Identität und vor allem wertvolle Ressourcen in sich. Statt den Zyklus aus Abriss und Neubau fortzuführen, rückt eine andere Haltung in den Mittelpunkt der Planung: Transformation des Bestehenden. Die Weiterentwicklung des Bestands wird damit zu einer zentralen architektonischen Verantwortung im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Katharina Neubauer ist Architektin und Dozentin. 2024 hat sie mit Sofia Ceylan und Annabelle von Reutern die sozialverträgliche Architekturunternehmung TOMAS – Transformation of Material and Space mit Sitz in Berlin und Essen gegründet. Zum Sommersemester 2026 hat sie als Lehrbeauftragte an der FH Münster (MSA) begonnen. Seit 2024 ist sie als Vorständin in der Architektinnen-Initiative Nordrhein-Westfalen (AINW) aktiv. In den letzten fünf Jahren war sie als Architektin in der Schweiz tätig und hat bis Anfang 2025 als Dozentin an der Hochschule Luzern gearbeitet.

ArchitektINNENwelten | Lisa Marie Zander

Die Stadt, die es geben könnte – Demokratisierung von Planungsprozessen und kritische Aneignung von Raum

Lisa Marie Zander ist Vertretungsprofessorin für Architektur, Raum und Gesellschaft an der HafenCity Universität in Hamburg. Sie ist Co-Gründerin der PlanBude und des Mikropols. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Demokratisierung von Planungsprozessen und der kritischen Aneignung von Raum. Die Konstruktion von Situationen rückt dabei das Alltägliche und den Gebrauch des Städtischen in den Vordergrund und bildet die Grundlage ihrer gestalterischen Praxis. 2020 gründete sie Projektbüro, ein Studio für Architektur und Urban Design in Hamburg. Lisa ist Vorstandsmitglied der durch die fux eG getragenen Projektentwicklungsgenossenschaft communale xeG und Rompreisträgerin der Villa Massimo 2026/27.

Ihr Vortrag gibt einen Einblick in ihre Praxis, die ernst nimmt, was vorhanden ist und von dessen Standpunkt aus, Zukünfte in kollaborativen Prozessen imaginiert werden.

ArchitektINNENwelten | Sarah Kosmann

Interdisziplinäres Bauen ab LP 0 – Fachplanung als Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Alle sprechen über Nachhaltigkeit, doch für die meisten Planer*innen beginnt die Nachhaltigkeit erst in Leistungsphase 6, wenn an Stelle von EPS zur Holzfaser gegriffen wird. Doch wenn man genauer hinschaut, sind die größten Schrauben des Nachhaltigen Bauens an dieser Stelle schon nicht mehr zu verändern.

Sarah Kosmann, M.Sc., studierte Bauingenieurwesen mit den Schwerpunkten Bauphysik, Holzbau, Baukonstruktion und Architektur. Seit 2018 führt Sie Ihr eigenes Ingenieurbüro für Bauphysik. Als Fachplanerin kennt Sie den Frust, erst zur Baugenehmigung „für die Unterschrift“ ins Projekt geholt zu werden und zeigt in Ihrem Vortrag welche Möglichkeiten und Vorteile entstehen, wenn Fachplanungsexpertise früh am Entwurf mitentwickeln kann.

2018 hat Sarah Kosmann zusammen mit vier weiteren Kolleginnen die Initiative “Frau liebt Bau” ins Leben gerufen. Es entstand ein aktives Netzwerk für selbstständige Frauen in der Bauplanung, dass sich für fachlichen Austausch und Gleichberechtigung einsetzt. Berufspolitisch engagiert sich Sarah Kosmann seit 2024 in der Ingenieurkammer-Bau NRW. Sie ist Mitglied im Vorstand, sowie in den Ausschüssen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Anfang 2025 gründete sie den Arbeitskreis Chancengleichheit und treibt dort die Themen rund um Gleichstellung, Diskriminierung und Diversität innerhalb des Berufsstands voran.

Architektur im Dialog. Bauen im Wandel. Zukunft im Blick.

Der Aachener Baukulturkalender ist eine Plattform für alle, die sich für die zukunftsfähige Gestaltung unserer gebauten Umwelt interessieren – von Architektur, Stadtentwicklung und Denkmalpflege bis zu Landschafts- und Raumplanung. Er bündelt Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Aktionen in Aachen und der Region, die sich mit Fragen der Baukultur auseinandersetzen.

Unser Anliegen

Baukultur geht uns alle an. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, unser gesellschaftliches Miteinander und die Qualität unserer Umwelt. Der Baukulturkalender macht dieses wichtige Thema sichtbar, schafft Raum für Austausch und lädt dazu ein, sich aktiv an der Gestaltung unserer Lebensräume zu beteiligen.

Der Kalender richtet sich an Fachleute, Studierende, Engagierte und Interessierte gleichermaßen. Er versteht sich als offenes Angebot an alle, gemeinsam über Gegenwart und Zukunft unserer gebauten Umwelt nachzudenken – kritisch, kreativ und konstruktiv.

Unsere Haltung

Offen. Interdisziplinär. Vernetzt.
Der Baukulturkalender lebt vom Engagement vieler Akteur*innen, die mit Verantwortung, Fachwissen und Leidenschaft an einer nachhaltigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Baukultur arbeiten.

Wir glauben an die Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Institutionen hinweg – und an die Bedeutung des Dialogs zwischen Praxis, Forschung, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft.

Wer steckt dahinter?

Auf Initiative des Förderverein aachen fenster  – raum für bauen und kultur e.V. geht der Aachener Baukulturkalender einem der Gründungszwecke des Fördervereins nach.

In enger Kooperation mit den zahlreichen Partnerinnen und Partnern aus der Region wird eine Plattform für die Veröffentlichung und Werbung der zahlreichen Veranstaltungen bereitgestellt.  

Dazu gehören der Bund Deutscher Architekten Aachen, Bund Deutscher Baumeister Aachen, Fachhochschule Aachen, altbau plus, ABE AachenBuildingExperts, vhs Aachen, RWTH Aachen University, Städtische Entwicklungsgesellschaft Aachen sowie Stadtbad Aachen, Initiative Aachen, Aachener Bäche ans Licht, Europäische Stadt.

FH Aachen + aachen_fenster – raum für bauen+kultur
Tel: 0155555555